



















Thorsten Poersch
Stehen bleiben verharren, sich die Zeit nehmen, begreifen, anfassen, Gedanken kreisen lassen, bei sich sein. Ohne Handy, sich von der Überreizung und vom Tempo frei machen. Genießen und entspannen. Genau das wünscht sich Poersch, wenn der Betrachter auf seine Werke trifft.
Seine Portraitarbeiten entstehen mittels einer Punkttechnik, die an die Pop-Art erinnert und gleichzeitig eine Anlehnung an den Pointillismus zeigt. Es wird ein Bild aus einer Vielzahl von kleinen Punkten erzeugt, was dem Betrachter erlaubt, aus der Ferne ein klar erkennbares Gesicht zu sehen, während bei näherer Betrachtung die Struktur der einzelnen Punkte deutlicher wird. Diese Technik hebt die Pixelierung und das Fragmentarische der modernen digitalen Bildwelt hervor und bringt das Thema des Zerfalls von Informationen in den Vordergrund. Es entsteht eine Spannung zwischen Detailgenauigkeit und Abstraktion, die besonders durch die Vielschichtigkeit der Oberfläche, mit den unterschiedlichen Materialien, erzeugt wird.
Poersch studierte 1999 in Bochum Kunst/Kunsttherapie & 2002 Malerei an der Universität Dortmund. Später wurde er Meisterschüler und Freund von Prof. Wilfrid Polke, Bruder von Sigmar Polke, Düsseldorf.